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Willkommen auf Brennenstuhl!

IP-Schutzarten erklärt: Bedeutung von IP20, IP44, IP65 und IP68

IP-Schutzarten nach DIN EN 60529: Was bedeuten die IP-Codes?

Ob Steckdosenleiste, Kabeltrommel, Verlängerungskabel oder LED-Strahler: Je nach Einsatzort müssen elektrische Geräte unterschiedlich gut gegen Berührung, Fremdkörper und Wasser geschützt sein. Wie hoch dieser Schutz ist, zeigt die IP-Schutzart beziehungsweise der IP-Code nach DIN EN 60529. Besonders häufig begegnen einem dabei Schutzarten wie IP20, IP44, IP54, IP65 oder IP68.

Umgangssprachlich wird häufig auch von der IP-Schutzklasse gesprochen. Technisch gesehen sind Schutzart und Schutzklasse jedoch nicht dasselbe. Die IP-Schutzart beschreibt, wie gut das Gehäuse eines elektrischen Betriebsmittels gegen Berührung, das Eindringen von Fremdkörpern und Wasser geschützt ist.

Die Abkürzung IP steht für „International Protection“. Auf die Buchstaben folgen zwei Kennziffern: Die erste Zahl beschreibt den Schutz gegen Berührung und feste Fremdkörper, die zweite Zahl den Schutz gegen Wasser.

Bei IP44 bedeutet beispielsweise die erste „4“, dass das Gehäuse gegen feste Fremdkörper mit einem Durchmesser ab 1 mm geschützt ist. Die zweite „4“ steht für Schutz gegen allseitiges Spritzwasser. IP44 wird deshalb häufig bei elektrischen Geräten für den Außenbereich eingesetzt. Welche Bedeutung die einzelnen IP-Schutzarten haben und welche Schutzart für welchen Einsatz geeignet ist, zeigt die folgende Übersicht.



IP-Schutzarten-Tabelle: Bedeutung von IP20 bis IP68

Die Schutzarten für elektrische Betriebsmittel sind in der DIN EN 60529 (VDE 0470-1) festgelegt. Die Norm beschreibt die Schutzgrade von Gehäusen gegen Berührung, das Eindringen fester Fremdkörper und Wasser und bildet die Grundlage für die bekannten IP-Codes. Je nach Schutzart werden dafür unterschiedliche Prüfbedingungen und Anforderungen definiert.

IP-Schutzart Schutz gegen Fremdkörper Schutz gegen Wasser
IP20 Geschützt gegen feste Fremdkörper ab 12,5 mm Kein Wasserschutz
IP21 Geschützt gegen feste Fremdkörper ab 12,5 mm Schutz gegen Tropfwasser
IP23 Geschützt gegen feste Fremdkörper ab 12,5 mm Schutz gegen Sprühwasser
IP40 Geschützt gegen feste Fremdkörper ab 1 mm Kein Wasserschutz
IP43 Geschützt gegen feste Fremdkörper ab 1 mm Schutz gegen Sprühwasser
IP44 Geschützt gegen feste Fremdkörper ab 1 mm Schutz gegen allseitiges Spritzwasser
IP50 Staubgeschützt Kein Wasserschutz
IP54 Staubgeschützt Schutz gegen Spritzwasser
IP55 Staubgeschützt Schutz gegen Strahlwasser
IP56 Staubgeschützt Schutz gegen starkes Strahlwasser
IP65 Staubdicht Schutz gegen Strahlwasser
IP67 Staubdicht Schutz gegen zeitweiliges Untertauchen
IP68 Staubdicht Schutz gegen dauerndes Untertauchen

Grundsätzlich gilt: Je höher die jeweilige Kennziffer, desto stärker ist der Schutz innerhalb der entsprechenden Kategorie. Ob eine bestimmte IP-Schutzart für eine konkrete Anwendung geeignet ist, hängt jedoch immer von den tatsächlichen Umgebungsbedingungen und den Herstellerangaben des jeweiligen Produkts ab.


Was bedeutet IP20?

IP20 bedeutet, dass ein elektrisches Gerät gegen feste Fremdkörper mit einem Durchmesser ab 12,5 mm geschützt ist, jedoch keinen Schutz gegen Wasser bietet. Die Schutzart wird daher häufig bei elektrischen Geräten für trockene Innenbereiche eingesetzt.

Was bedeutet IP44?

IP44 bedeutet, dass ein elektrisches Gerät gegen feste Fremdkörper mit einem Durchmesser ab 1 mm sowie gegen allseitiges Spritzwasser geschützt ist. Die erste „4“ beschreibt dabei den Fremdkörperschutz, die zweite „4“ den Wasserschutz.

Ist IP44 wasserdicht?

IP44 bedeutet nicht wasserdicht, sondern spritzwassergeschützt. Geräte mit IP44 sind gegen Spritzwasser aus verschiedenen Richtungen geschützt, jedoch nicht für das Untertauchen in Wasser vorgesehen.

Ist IP44 für den Außenbereich geeignet?

IP44 wird häufig für elektrische Geräte im Außenbereich eingesetzt, beispielsweise für Kabeltrommeln, Verlängerungskabel, Stromverteiler oder Leuchten. Entscheidend sind jedoch immer der konkrete Einsatzort, die Umgebungsbedingungen und die Angaben des Herstellers. Bei stärkerer Wasser-, Staub- oder Schmutzbelastung kann eine höhere IP-Schutzart erforderlich sein.

Was bedeutet IP65?

IP65 bedeutet, dass ein Gerät staubdicht und gegen Strahlwasser geschützt ist. Die erste Kennziffer „6“ steht für den vollständigen Schutz gegen Staub, die zweite Kennziffer „5“ für Schutz gegen Strahlwasser. IP65 eignet sich damit für Anwendungen, bei denen elektrische Geräte stärker Staub und Feuchtigkeit ausgesetzt sind.

Was bedeutet IP68?

IP68 bedeutet, dass ein Gerät staubdicht und gegen dauerndes Untertauchen geschützt ist. Die erste Kennziffer „6“ steht für den vollständigen Schutz gegen Staub, während die zweite Kennziffer „8“ den Schutz bei dauerhaftem Untertauchen beschreibt.

Ist IP68 wasserdicht?

IP68 bietet einen sehr hohen Schutz gegen das Eindringen von Wasser. Welche Bedingungen hinsichtlich Wassertiefe und Dauer konkret gelten, ist jedoch den Angaben des jeweiligen Herstellers zu entnehmen. Deshalb sollte bei einem IP68-Produkt immer geprüft werden, für welche Bedingungen es freigegeben ist.

Welche IP-Schutzart für welchen Einsatzbereich?

Welche IP-Schutzart erforderlich ist, hängt davon ab, wo und unter welchen Bedingungen ein elektrisches Gerät eingesetzt wird. Im trockenen Innenbereich reicht häufig IP20 aus, sofern keine besonderen Umgebungsbedingungen wie Feuchtigkeit oder Staub auftreten.

Im Außenbereich müssen elektrische Geräte zusätzlich gegen Fremdkörper und Feuchtigkeit geschützt sein. Regen, Schnee, Spritzwasser, Staub oder Erde können hier eine Rolle spielen. Für viele typische Anwendungen im Freien wird deshalb mindestens IP44 eingesetzt. IP44 schützt gegen feste Fremdkörper ab 1 mm und gegen allseitiges Spritzwasser.

Bei stärkerer Staub- oder Wasserbelastung können höhere Schutzarten wie IP54, IP55 oder IP65 sinnvoll beziehungsweise erforderlich sein. IP67 schützt zusätzlich gegen zeitweiliges Untertauchen, während IP68 Schutz gegen dauerndes Untertauchen bietet. Welche Schutzart tatsächlich benötigt wird, richtet sich immer nach dem konkreten Anwendungsfall und den Herstellerangaben.

Welche IP-Schutzart ist für den Außenbereich geeignet?

Für viele elektrische Geräte im Außenbereich ist IP44 eine häufig verwendete Schutzart, da sie Schutz gegen Fremdkörper und Spritzwasser bietet. Je stärker ein Gerät jedoch Regen, Staub, Strahlwasser oder anderen Umwelteinflüssen ausgesetzt ist, desto höher kann die erforderliche IP-Schutzart sein. Deshalb sollte die Schutzart immer passend zum tatsächlichen Einsatzort gewählt werden.

Passende Produkte für den Außenbereich

Die folgenden brennenstuhl® Produkte zeigen passende Lösungen mit unterschiedlichen IP-Schutzarten für verschiedene Anwendungen im Außenbereich.

Übrigens unterstützt brennenstuhl® Sie dabei, das für Ihren Einsatz passende Produkt zu finden. Unser Produktfinder bietet die Möglichkeit, nach Schutzart (IP), Einsatzbereich (z. B. außen oder innen) und Anwendung (z. B. Camping, Garten, Gewerbe, Haushalt, Industrie oder Baustelle) zu filtern. Das erleichtert die zweckgemäße Suche nach dem geeigneten brennenstuhl® Produkt.

Stromverteilung wie Steckdosenleisten, Kabeltrommeln, Stromverteiler, Adapter und Verlängerungskabel sowie Leuchten und Strahler sind Produktkategorien, die häufig im Außenbereich eingesetzt werden – sowohl privat als auch gewerblich.

brennenstuhl® LED Strahler im Außenbereich brennenstuhl® LED Strahler im Außenbereich brennenstuhl® LED Strahler im Außenbereich brennenstuhl® LED Strahler im Außenbereich

Produktkategorien für den Außenbereich: Auf die IP-Schutzart achten

Bei elektrischen Geräten für den Außenbereich sollte die IP-Schutzart immer zum jeweiligen Einsatzort und den dortigen Umgebungsbedingungen passen. Im brennenstuhl® Produktfinder können Produkte unter anderem nach Schutzart und Einsatzbereich gefiltert werden.

Zu den Produktkategorien, bei denen die passende IP-Schutzart für den Außeneinsatz besonders wichtig ist, gehören: