Steckdosenleiste hintereinander gesteckt

How not to: Steckdosenleisten hintereinander stecken

Ein Fernseher, zwei Computer und unzählige Haushalts- und Küchengeräte – doch es ist keine Steckdose in der Nähe. In diesem Fall greifen viele zu einer Steckdosenleiste. Wir zeigen dir wie du auf jeden Fall NICHT mit einer Steckdosenleiste umgehen solltest.

Eine Steckdosenleiste hat viele Vorteile. Zum einen bietet sie viele Anschlussmöglichkeiten für deine Geräte, ob mit zwei, sechs oder gar zehn Steckdosen. Zum anderen dient sie als eine Art Verlängerungskabel und kann daher flexibel eingesetzt werden.

Soweit so gut – aber was macht man wenn einem das Kabel zu kurz geraten ist? Oder wenn eine Steckdosenleiste doch zu wenige Steckdosen hat? Eine zweite Leiste dran stecken wäre doch eine gute Idee, oder nicht? Somit könnte man sich zusätzliche Steckdosen oder ein Verlängerungskabel hinzaubern und das Problem wäre gelöst.

Bevor du jedoch auf die Idee kommst einfach eine zweite Steckdosenleiste anzuschließen solltest du wissen, dass man generell keine Steckdosenleisten ineinander stecken soll. Dies muss sogar (laut VDE 0620) an der Steckdosenleiste mit einem Warnhinweis „nicht hintereinander stecken“ vermerkt sein.

Steckdosenleisten nicht hintereinander stecken

In den folgenden Schritten erklären wir dir welche fatalen Folgen das Zusammenstecken der Steckdosenleisten haben kann und was du schon im Vorfeld beachten solltest.

Überprüfe die maximale Leistung deiner Steckdosenleiste

Auf jeder Steckdosenleiste findest du eine Angabe der Leistung die in aller Regel bei ungefähr 3.500 Watt liegt. Diese Leistung darf nie im Hausstromnetz überschritten werden.

Berechne wie viele Geräte du anschließen kannst

Auch auf deinen Geräten wirst du auf dem sogenannten „Typenschild“ die jeweilige Leistung finden. Beispielsweise verwendest du folgende Geräte zeitgleich mit Hilfe von einer Steckdosenleiste:

  • Wasserkocher 2.000 Watt
  • Kaffeemaschine 900 Watt
  • Mikrowelle 1.000 Watt

Die Summe aller Leistungen beträgt 3.900 Watt. Da die Steckdosenleiste aber nur eine maximale Leistung von ca. 3.500 Watt erbringen kann, ist die Steckerleiste bei 3.900 Watt überlastet.

Wenn eine zweite Steckdosenleiste dran gesteckt wird, verteilt sich die Leistungsaufnahme nicht auf die beiden Steckdosenleisten, sondern sammelt sich nur an einer Steckdosenleiste an. Somit addiert sich die Belastung schnell zu einem zu hohen Gesamtwert und die Leiste ist überlastet.

Warum ist eine Überlastung so gefährlich?

Viele denken, dass die Sicherung bei einer Überlastung rausfällt. Dies ist auch richtig, jedoch erst bei einer erheblichen Überschreitung des angegebenen Stromflusses. Das kann dazu führen, dass die Sicherung erst dann raus springt, wenn die Steckdosenleiste schon eine längere Zeit überlastet ist.
Bei der Überlastung einer Steckdosenleiste kann sich diese schon nach wenigen Minuten auf bis zu 200 Grad erhitzen.

Daraufhin kann sich ein sogenannter „Schwelbrand“ entfachen. Ein Schwelbrand unterscheidet sich dahingehend von einem normalen Brand, dass keine sichtbaren Flammen bestehen. Ein Brand dieser Art ist deswegen so gefährlich, weil es nicht leicht zu erkennen ist. Staub oder andere leicht entzündlichen Materialien können dann dazu führen, dass ein Flammbrand entsteht und im schlimmsten Fall sich dieser weiter verbreitet und die komplette Umgebung Feuer fängt.

Jetzt weißt du welche Folgen eine falsche Anwendung der Steckdosenleiste haben kann und weshalb das hintereinander stecken zweier Leisten keine gute Idee ist. Bei dir Zuhause sollte nun aber keine Gefahr mehr bestehen, da du über den richtigen Gebrauch einer Steckdosenleiste voll informiert bist!

Kommentar

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53 Kommentare

  1. M. Scheffler sagt:

    Mein Vater hatte kürzlich einen Kurzschluss in der Küche und hat den Störungsdienst gerufen. Danke, dass Sie vom Zusammenstecken von Steckdosen warnen. Bei ihm war der Geschirrspüler, der Kühlschrank, die Mikrowelle und der Wasserkocher an einer Dose angeschlossen. Das konnte ja nicht gut gehen…

  2. Michael sagt:

    Hallo!

    Ich habe den folgenden Fall: Mir steht im Wohnzimmer lediglich eine Steckdose zur Verfügung. Angeschlossen werden soll ein/e

    – TV-Gerät (170 Watt)
    – Spielkonsole (bis zu 200 Watt)
    – Lautsprecher (40 Watt)
    – CD-Player (10 Watt)
    – Receiver (115 Watt)
    – Plattenspieler (11 Watt)
    – Laptop (ca. 20 Watt)

    Alles zusammen gerechnet übersteigen diese Wert nicht mal im Ansatz den Wert von 3500 Watt, den eine Steckdosenleiste leisten kann.

    TV-Gerät und Spielkonsole sind allerdings Stand-By Geräte. Wenn ich also Musik hören will, hätte ich gerne die Möglichkeit, die andere Geräte ausgeschaltet zu lassen. Das geht natürlich bei einer einzigen Steckdosenleiste nicht (außer, ich nehme die beiden Geräte jedes Mal eigenhändig raus).

    Wenn ich also keine Steckdosenleisten aneinanderhängen darf, kann ich dann alternativ mit einer Steckdosenleiste mit arbeiten, an der eine zusätzliche Wandsteckdose integriert ist? Mit dem Ziel, über die zusätzliche Steckdose eine weitere Steckdosenleiste anzubringen? Oder bleibt damit das Problem weiterhin bestehen?

    1. Werner sagt:

      Hallo Michae,

      solange die Geräte die angegebene maximale Leistung einer einzigen Steckdosenleiste nicht überschreiten, ist alles in Ordnung. Das hintereinander stecken oder Experimentieren mit Steckdosenleisten birgt immer Risiken mit sich, daher würden wir dir davon abraten.

      Für dein anderes Problem können wir dir aber eine unserer Master-Slave Steckdosenleisten anbieten. Diese haben ein praktisches Automatik-Schaltsystem mit Master-Slave Funktion. Mit dem Ein-/Ausschalten des Gerätes, welches in der roten Master-Steckdose eingesteckt ist, können alle Geräte in den Slave-Steckdosen automatisch mit ein- und ausgeschaltet werden. Hier geht es zu den Steckerleisten: http://bit.ly/2Wl5w4Z

      Eine andere alternative wäre die einzeln schaltbare Steckdosenleiste bei welcher bis zu 6 verschiedene Geräte einzeln schaltbar sind: http://bit.ly/2UdSpA3

      Wir hoffen, dass wir die weiterhelfen konnten.
      Dein brennenstuhl-Team!

    2. Maik sagt:

      Man kann auch einfach eine Steckdosenleiste nehmen, die entsprechend viel Schalter hat!

  3. Tim sagt:

    Hallo,

    in meinem Zimmer gibt es 2 Steckdosen, ich möchte aber an mehr als 2 Orten Strom abgreifen. Mehrere Steckdosenleisen würde ich hintereinander stecken, um mehr Abgreifpunkte zu erhalten, nicht um die Gesamtzahl der Steckdosen an einem Ort zu erhöhen. Gibt es von Brennstuhl Lösungen dafür? Beispielsweise eine Steckdosenleiste die so aussieht:
    S—–OOO—–OOO (S=Stecker, – = Kabel, O = Steckdose) ?
    Wenn ich das richtig verstanden habe, könnte ich eine 6-fach Steckdose und 6 Verlängerungskabel verwenden, aber das sieht ja einfach nicht mehr schön aus.
    Die Gesamtleistung der Geräte bei mir übersteigt 3500 Watt nicht und der Vermieter will keine neuen Steckdosen setzen.

    1. Werner sagt:

      Hallo Tim,

      nein so eine Art von Steckdosenleiste haben wir nicht. Solange du die angegebene maximale Leistung deiner Steckdosenleiste nicht überschreitest, ist alles in Ordnung. Wegen der gegebenen Risiken, raten wir dir vor dem hintereinander stecken der Steckerleisten ab. Wir hätten dennoch eine Alternative welche dir vielleicht etwas helfen könnte. Unser Verlängerungskabel mit Doppelkupplung – gibt es mit 3m, 5m und 10m Kabellänge: https://www.brennenstuhl.com/de-DE/produkte/verlaengerungskabel/qualitaets-kunststoff-verlaengerungskabel-5m-h05vv-f-3g1-5-weiss-mit-doppelkupplung-flachstecker

      Viele Grüße, dein brennenstuhl-Team!

  4. Johannes W. sagt:

    Dass man durch das hintereinanderstecken von Leitungen und Steckverbindungen auch immer die Schleifenimpedanz vergrößert, wird im Artikel leider nicht erwähnt. Mit solchen „Kaskaden“ verschlechtert man im Fehlerfall die Abschaltbedingungen und ein Kurzschluss könnte nicht zur Abschaltung der Sicherung in der nötigen Zeit führen. Daher ist auch das hintereinanderstecken von einfachen Verlängerungskabeln nicht das optimale und sollte vermieden werden. Die Kontakte von Dose und Stecker können verbogen sein, wenig Federkraft haben oder vermackt/oxidiert sein und es so zu hohen Übergangswiderständen kommen.
    Wenn bei einem Unfall sowas als Ursache rauskommt, dann wirds für den Betreiber sehr eng. Gilt vor allem, bei gewerblichem Einsatz, da die Sach- und Unfallversicherungen sehr „unkulant“ sein sollen im Schadensfall. Für den Betreiber endet sowas dann abgesehen von der juristischen und menschlichen Schaden auch in einer finanziellen Katastrophe.

    Für temporäre und provisorische Anwendungen sind Kabeltrommeln, Steckdosenleisten und Verlängerungen mal ok. Nach 2 Wochen Dauerzustand sollte aber entweder das PRovisorium weg, oder eine Elektrofirma sollte anrücken und ausreichend Steckdosen fest verbauen. Am Ende möchte ich ein Protokoll mit allen nötigen Messergebnissen von der Elektrofirma erhalten. Dann hat man Sicherheit und im unwahrscheinlicher gewordenen Schadensfall eine Fachfirma als Schuldigen.

  5. Sarah sagt:

    Hallo,
    Ich habe aktuell das Problem, dass ich keine Steckdosenleiste finde, bei der das Kabel lang genug ist, um sie an die Stelle zu positionieren wo ich Steckdosen benötigt werden. Ist es den sicher, eine Steckdosenleiste in ein Verlängerungskabel einzustecken um auf die gewünschte Kabellänge zu kommen?
    Vielen Dank

    1. Gabriela sagt:

      Hallo Sarah,

      Hallo,

      wenn du das Verlängerungskabel als Verlängerung zwischen Steckdose und Steckdosenleiste einsetzen möchtest,sehe ich darin kein Problem. Wie erwähnt musst du eben trotzdem darauf achten, die Gesamtleistung sowohl für Verlängerungskabel, als auch für Steckdosenleiste nicht zu überschreiten.

      Viele Grüße, dein brennenstuhl-Team!

  6. Yannik sagt:

    Oben wird ja klar gesagt das man nicht mehre Steckerleisten aneinander befestigen darf, aber nehmen wir mal an die zwei Steckerleisten haben eine Obergrenze von 3500W und die eine ist an der anderen befestigt.Wenn jetzt an der zweiten Steckerleiste ca 1000W angeschlossen sind und an der anderen nur 500W sind das ja weniger als die Hälfte der Grenze, könnte das den trotzdem gefährlich sein?
    lg

    1. Gabriela sagt:

      Hallo Yannik,

      mit dem hintereinander stecken der Steckdosenleisten erhöht man automatisch das Risiko einer Überlastung, da eine Steckdosenleiste nur für eine Leistungsaufnahme ausgerichtet ist. Deswegen kann auch bei einer geringeren Belastung ein Risiko bestehen und ist grundsätzlich laut laut VDE 0620 verboten.

      Viele Grüße, dein brennenstuhl-Team!

  7. Michèle sagt:

    Gibt es einen speziellen Grund warum sich in eurem Sortiment keine 7+ Meter Mehrfachsteckdose finden? Eine Kabeltrommel wäre an der geplsnten Stelle übertrieben, allerdings sind 5 Meter zu kurz und eine Kombination Verlängerungskabel-Mehrfachsteckdose wie ich verstanden habe ja auch keine gute Idee?

    1. Gabriela sagt:

      Hallo Michele,

      das stimmt, eine Mehrfachsteckdose mit dieser Kabellänge haben wir nicht im Sortiment. Wir können dir aber unsere Kabelboxen empfehlen, diese eignen sich für den Haushalt und haben eine Kabellänge von bis zu 15m. Hier ein paar Beispiele:

      https://www.brennenstuhl.com/de-DE/produkte/kabeltrommeln/vario-line-kabelbox-mit-usb-ladestation-schwarz-10m-h05vv-f-3g1-5

      https://www.brennenstuhl.com/de-DE/produkte/kabeltrommeln/vario-line-kabelbox-4-fach-schwarz-lichtgrau-15m-h05vv-f-3g1-5

      Viele Grüße, dein brennenstuhl®-Team!

  8. Josef sagt:

    hallo..habe einen vierfach steckdosenleiste..leider komm ich nicht dran den stecker zu entfernen ist hinterm schrank,,kann ich da einen 6 fach steckdosenleiste anschliessen,,und diese nur zu bestücken,,,,..mfg,josef

    1. Gabriela sagt:

      Hallo Josef,

      wie auch schon im Beitrag erwähnt ist dies nach VDE 0620 grundsätzlich verboten und es besteht das Risiko einer Überlastung der Steckdosenleiste.

      Viele Grüße, dein brennenstuhl®-Team!

  9. Paul sagt:

    Hallo,

    wenn ich einen Wasserkocher (2.200 W), eine Kaffeemaschine (1.000 W) und einen Milchaufschäumer (500 W) an eine Dreiersteckdose anschließe, komme ich auf 3.700 W und damit über die immer genannten 3.000 W.

    Aber verstehe ich das richtig, dass die Gefahr nur dann besteht, wenn ich alle drei angeschlossenen Geräte auch tatsächlich gleichzeitig BENUTZE? Oder anders: Wenn alle drei nur in der Steckdose stecken, aber nicht alle gleichzeitig eingeschaltet sind/benutzt werden, ist das doch unproblematisch?

    Kaffeemaschine und Wasserkocher in einer normalen 3er-Steckdose gleichzeitig zu BENUTZEN (3.200 W) wäre auch noch ok, nehme ich an?

    Viele Grüße

    Paul

    1. Gabriela sagt:

      Hallo Paul,

      genau. Das wichtige ist, dass du die Gesamtleistung deiner Steckdosenleiste mit den daran eingeschalteten Geräten nicht überschreitest. In deinem Fall solltest du nicht alle drei Geräte zeitgleich eingeschaltet haben. Wenn deine Steckdosenleiste eine Gesamtleistung von 3000W hat, dann besteht bei einem eingeschalteten Wasserkocher und Kaffeemaschine schon ein Risiko, da diese beiden Geräte die Leistung von 3200W haben.

      Viele Grüße, dein brennenstuhl-Team!

  10. Gretl Hendricks sagt:

    Ich wusste noch gar nicht, dass man zu viele Steckdosenleisten nicht ineinander stecken sollte. Ich arbeite auf der Arbeit oft mit Industriesteckverbindern, dort machen wir das auch nicht. Eigentlich ein klares Indiz dafür, dass es wohl auch bei der Heimvarainate keine gute Idee ist. https://www.hoellinger-elektronik.at/steckverbinder.php

  11. Benjamin Rauchbach sagt:

    Hallo, ich habe folgenden Artikel gekauft 1153340315, Super Solid 5 Fach Steckdosenleiste mit Überspannungsschutz. Aktuell sind dort eine Fritzbox 7490 angeschlossen, die Leistungsaufnahme beträgt durchschnittlich 9,3 Watt und maximal 27 Watt. Ein Funktelefon sowie der Mediekonverter für die Glasfaserleitung ins Haus, die Wattzahlen kenne ich hier nicht genau. Ich würde gerne jetzt noch einen Mini Kühlschrank der Marke Husky anschließen, welcher eine Leistungsaufnahme von 75 Watt hat. Ist grundsätzlich davon abzuraten Kühlschränke etc. an eine Mehrfachsteckdose anzuschließen, selbst wenn es von der Wattanzahl her passen würde? Vielen Dank.

    1. Gabriela sagt:

      Hallo Benjamin,

      kleine Kühlschränke mit einer Leistungsaufnahme von 75 Watt sind bezgl. Stromverbrauch kein Problem. Bei Kühlschränken wird jedoch empfohlen, diese direkt anzuschließen, um zu vermeiden, dass an einer Steckdosenleiste bei Überlastung und Stromausfall, die gekühlte Ware nicht auftaut und verdorben wird.

      Viele Grüße, dein brennenstuhl®-Team!

  12. Gerhard sagt:

    Hallo Brennenstuhl-Team,
    wir haben bei uns in einem Zimmer das Problem zu weniger Steckdosen, jetzt habe ich den Artikel 1161820225 entdeckt – ist es möglich, an deren Enden nochmal Mehrfachsteckdosenleisten zu montieren, um Nachttischlampen, eine Minianlage und Handyladegeräte zu betreiben?
    Vielen Dank für eine Rückmeldung.

    1. Gabriela sagt:

      Hallo Gerhard,

      von solchen Kombinationen raten wir grundsätzlich ab. Mit jeder zusätzlichen Verbindung treten Schwachstellen im Stromkreis auf. Im Fall von Überlastungen wärst du so vor Gefahren wie Überhitzungen weniger geschützt.

      Viele Grüße, dein brennenstuhl®-Team!

  13. Elke sagt:

    Ich möchte im Winter eine Schneefräse benutzen. Kann ich dafür 4×10 m Verlängerungskabel benutzen?

  14. Flo sagt:

    Hallo,

    Danke schonmal für den Artikel. Leider für mich etwas zu spät… Ich habe zwei Steckdosenleisten aneinander gehängt und darüber meinen PC laufen lassen. Jetzt funktionieren in meinen und im Nebenraum die Steckdosen nicht mehr. Vermieter & Elektriker wurden bereits informiert, trotzdem würde ich gerne wissen was die Gründe sein könnten.

    Vielen Dank im Voraus,
    Flo

    1. Gabriela sagt:

      Hallo Flo,

      deinen Ärger können wir gut nachvollziehen. Wahrscheinlich hast du den Stromkreis überlastet. Gründe dafür können wie im Text beschrieben sein. Du hast alles richtig gemacht und den Elektriker gerufen welcher dir hoffentlich weiterhelfen kann.

      Schöne Grüße, dein brennenstuhl® Team!

  15. Wolli sagt:

    Hallo,
    inwieweit ist eigentlich ein Steckdosenadapter (Art Nr 1508100 bei euch) in Deutschland erlaubt. Das ist ja sozusagen eine Mehrfachsteckdosenleiste ohne Zuleitungskabel,. Ich denke, dass die in Deutschland verboten ist, weil man damit die Steckdose an der Wand rausreißen kann, wenn man daran hängen bleibt. Ich würde die aber nur an das Ende eines Verlängerungskabels anschließen. Ich komme nämlich nicht mehr an den Stecker des Verlängerungskabels (durch Einbaumöbel in der Küche) und brauche aber 2 statt 1 Anschlüsse (für den Kühlschrank und die Ladestation eines Akkustaubsaugers). Ich vermute, dass das besser ist, als eine Mehrfachsteckdosenleiste mit Zuleitungskabe anzuschließen. Das wäre ja noch ein Kabel zusätzlich, das ich nicht brauche.
    Seht Ihr darin ein Problem?
    Danke und Gruß,
    Wolli

    1. Gabriela sagt:

      Hallo Wolli,

      ja unser Steckdosenadapter 1508100 ist in Deutschland zulässig. Hingegen sind Adapter mit 2 Schuko-Steckdosen (ohne Kabel) am Ausgang in Deutschland nicht erlaubt. Für deinen Einsatzzweck kannst du selbst entscheiden ob ein Adapter oder eine Steckdosenleiste die bessere Lösung ist, da beides erlaubt ist. Natürlich müssen die Produkte technisch einwandfrei sein und ohne Bedenken einsetzbar. Aus unserer Sicht wäre folgende Produkt optimal: https://www.brennenstuhl.com/de-DE/produkte/verlaengerungskabel/qualitaets-kunststoff-verlaengerungskabel-5m-h05vv-f-3g1-5-weiss-mit-doppelkupplung-flachstecker

      Schöne Grüße vom brennenstuhl® Team!

  16. Nicole sagt:

    Hallo,
    ich habe von Technik 0 Ahnung und habe folgende Frage:
    Macht es einen Unterschied, ob ich ein Gerät (im speziellen Fall eine Waschmaschine) über eine Kabeltrommel mit 30 m Länge betreibe oder über 3 Verlängerungskabel à 10 m?
    Und: Kann ich zumindest 1 Verlängerungskabel an die Kabeltrommel anschließen?

    1. Antonia sagt:

      Hallo Nicole,

      ja da gibt es Unterschiede. Eine Kabeltrommel sollte nur eingesetzt werden, wenn das Kabel bei langem Einsatz (und eine Waschmaschine läuft ja schon mal etwas länger) vollständig abgerollt wird. Ansonsten kann die Kabeltrommel nämlich überhitzen. Schau mal, was auf deiner Kabeltrommel oder Steckdosenleiste, die du einsetzen möchtest über die maximale Belastung steht. Das müsste auf einem Etikett stehen und du wirst auch feststellen, dass es unterschiedliche Angaben für den ab- und aufgerollten Zustand gibt. In der Gebrauchsanweisung deiner Waschmaschine solltest du außerdem nachlesen, wie hoch deren Belastung ist und die Werte vergleichen. Du kannst ein Verlängerungskabel an deine Kabeltrommel anschließen, solange die wiederum daran angeschlossenen Geräte die maximale Belastung nicht übersteigen.
      Wenn du das nochmal nachlesen möchtest, haben wir auch hier etwas zu dem Thema geschrieben: https://www.brennenstuhl.com/de-DE/themenwelt/sicherheit/warum-ein-kabel-komplett-abrollen

      Schöne Grüße vom brennenstuhl® Team

  17. Georg sagt:

    Hallo liebes Brennenstuhl-Team,

    guter, wertvoller Artikel und gute Fragen & Antworten als Ergänzung! Vielen Dank! – Ich bin auf der Suche nach einer 10-fach-Leiste mit einem 8- oder 10-Meter-Kabel und rechtwinklig angeordneten Steckplätzen. Gibt es schlichtweg nicht! Bei meiner längeren Recherche (Internet & Baumärkte vor Ort) habe ich als Laie folgenden Eindruck gewonnen: je mehr Steckplätze, desto kürzer das Kabel der Steckdosenleiste. Ganz schwierig wird es bei der weiteren Auswahl dann bei den 90°-Anordnungen. Zu diesem interessanten Alltagsthema habe ich gleich 4 Fragen:

    (1) Beruht mein erwähnter Eindruck eher auf einem Zufall oder gibt es möglicherweise tatsächlich technische Gründe dafür, dass Stromkabel von Steckdosenleisten mit vielen Steckplätzen eher kurz gehalten werden?

    (2) Kann ich das 2-Meter-Kabel einer 10-fach-Steckdosenleiste mittels eines einfachen Verlängerungskabels gefahrlos auf 10 Meter verlängern?

    (3) Gibt es einen Zusammenhang zwischen der Steckplatzanordnung (45° vs. 90°) und den Belastungsgrenzen? Und warum ist die Standardanordnung bei Steckdosenleisten überhaupt die 45°-Anordnung? Ich habe zahlreiche Geräte mit einem dicken Netzteil-Stecker, die bei einer normalen 45°-Anordnung den benachbarten Steckplatz verdecken und damit unbrauchbar machen. Warum sind aber die praktischen rechtwinkligen Anordnungen eher die Ausnahme? Gibt es technische Gründe hierfür?

    (4) In ihrer Antwort vom 22. Juli 2019 von 10:48 Uhr schreibt Gabriela an Michael: „In die Steckdosenleisten dürfen Euro-Verlängerungskabel eingesteckt werden.“ Das könnte man so interpretieren, dass es bei Verlängerungskabeln mit Schuko- oder Kontursteckern Probleme geben könnte. Ist dem so? Oder können in eine Steckdosenleiste alle Arten von Verlängerungskabeln eingesteckt werden, wenn man nur die Leistungsaufnahme des daran anhängenden Verbrauchergerätes bedenkt?

    Ich würde mich sehr über Antworten freuen und hoffe, dass auch andere Mitleser/innen daran interessiert sind?

    Viele Grüße

    Georg

    1. Antonia sagt:

      Hallo Georg,

      zuerst einmal vielen Dank für dein Lob und natürlich Danke für deinen Input. Wir antworten dir am besten einzeln auf deine Fragen:

      (1) Das ist tatsächlich eher ein Zufall und hat keine technischen Gründe.

      (2) Solange beide Produkte technisch einwandfrei sind, ja. Die Einschränkungen bzgl. der Belastungsgrenzen bleiben dann unverändert.

      (3) Die Steckplatzanordnung hat keinen Zusammenhang mit Belastungsgrenzen. Es gibt also auch hier keinen technischen Grund, aber 45° sind standardmäßig eher verbreitet und eignen sich auch für die Verwendung von Winkelsteckern. Eine 90°-Anordnung kann definitiv Vorteile haben, aber auch das ist nicht immer so. Vielmehr kann man dann auf den Steckdosenabstand der Steckdosenleiste achten.

      (4) Du hast deine Frage eigentlich schon selbst beantwortet. Es können alle Arten von Verlängerungskabeln eingesteckt werden, solange diese technisch in Ordnung sind und die Belastungsgrenzen eingehalten werden.

      Es hat uns gefreut, deine Fragen zu beantworten.
      Schöne Grüße Antonia vom brennenstuhl® Team

    2. Georg sagt:

      Antonia, da ich nicht direkt auf Dein Posting antworten kann, antworte ich nochmal auf mich selbst … VIELEN DANK für Deine präzisen Antworten, mit denen ich sehr gut etwas anfangen kann 🙂
      Georg

    3. Antonia sagt:

      Hallo Georg, sehr gerne und jederzeit wieder! ?

  18. Thomas sagt:

    Entscheidend ist ja, dass in der Summe nicht zu viel Leistung zusammenkommt. Im Haus sind die Leitungen so ausgelegt, dass 16A bei 230V möglich sind (16A * 230V = 2680W, kann man nach unten abrunden um Puffer zu haben.

    Wo ist jetzt der Unterschied, wenn ich:
    a) an einer Doppelsteckdose (beide Dosen im selben Stromkreis) jeweils eine Steckerleiste pro Dose anschließe
    b) zwei Steckdosen in zwei Zimmern benutze, die aber im gleichen Stromkreis liegen
    c) die erste Steckerleiste an einer der beiden Wandsteckdosen anschließe und die zweite Steckerleiste an der ersten Leiste?

    a) + b) kommt aus meiner Sicht auf´s Gleiche raus.

    Ich nehme an: Wenn zu viel Strom fliesst, wird bei Fall a) und b) zwar keine der Leisten überlastet, wohl aber die Leitung in der Wand und ggf. die Sicherung. Im Fall c) wird schon die an der Wandsteckdose angeschlossene Steckerleiste überlastet und die Leitung in der Wand zusätzlich.

    Also muss ich doch so oder so die Gesamtleistung kennen und darf diese nicht überschreiten. Liegt die Gesamtleistung aber unterhalb der kritischen Grenze (3600W), sehe ich keinen technischen Grund, wieso die Steckerleisten nicht kaskadiert werden dürfen. Ausgenommen natürlich die Option der Schusseligkeit, wenn man die 16A überschreitet weil zu viele Geräte angeschlossen werden können. Da hilft mir aber auch keine zweite Leiste, solange diese am gleichen Stromkreis hängt. Ganz im Gegenteil, sind die Steckerleisten weit auseinander, denkt man noch leichter nicht an die Verbraucher an der anderen Leiste. Wo also liegt der tiefere Sinn der VDO 0620?

    1. Gabriela sagt:

      Hallo Thomas,

      Du hast sicher Recht mit der Aussage, dass es wichtig ist, die Gesamtlast zu kennen und (230Vx16A=) 3680W (mit Puffer 3500W) nicht zu überschreiten.
      Die Anforderung aus der VDE0620-2-1 hinsichtlich des „Nicht-Hintereinandersteckens“ von Mehrfachsteckdosen kommt vermutlich aus zweierlei Gründen:
      1. Man möchte eine unkontrolliertes, evtl sogar mehrfaches Hintereinanderstecken von Steckdosenleisten mit beliebiger Erweiterung von Steckplätzen normativ verhindern, da der Endverbraucher schnell den Überblick verliert. Eine Festinstallation sollte durch eine Elektrofachkraft ausgeführt worden sein, die die Verdrahtung und Absicherung fachmännisch ausgelegt hat. Hier sollte es zu keiner unzulässigen Überlastung kommen. Durch unkontrolliertes, mehrfaches Hintereinanderstecken kommt es auch zu zusätzlichen Kontaktübergangswiderständen im Stecker/Steckdosenbereich. Um dies zu verhindern, ist das Hintereinanderstecken bei Mehrfachsteckdosen normativ nicht vorgesehen
      2. In der Vergangenheit gab es sicher Steckdosenleisten, die die normativen Anforderung z.B. hinsichtlich Erwärmung nicht eingehalten haben oder auch noch mit 1,0mm² Leitungsquerschnitt ausgestattet waren. Diese konnten bei schon Nennlast viel zu warm werden. Um dies zu vermeiden, wurde der Aspekt des „Nicht Hintereinandersteckens“ von Mehrfachsteckdosen, der die Wahrscheinlichkeit einer solchen unzulässigen Erwärmung noch vergrößert, wohl in die Norm aufgenommen.
      Der Fokus in der Norm lag daher eher im Bereich der ortsveränderlichen Mehrfachsteckdosen als bei Installationslösungen.

      Schöne Grüße vom brennenstuhl® Team

    2. André sagt:

      Ich stimme Thomas zu, bedanke mich aber noch mal bei Gabriela für ihre Bestätigung.
      Eine typische Arbeitszimmer-Situation ist Installation von 2 PCs, 2-3 Bildschirmen, 2 Schreibtisch-Leuchten, Telefon, Stereo-Anlage, Drucker, Netzwerk-Switch.
      Wer da mitzählt, ist da schnell auf über 10 benötigten Steckdosen mit Geräten, die auch schon mal weiter auseinanderliegen können als die Kabel reichen.

      Das eingangs genannte Beispiel belief sich auf starke Stromverbraucher, während ich bei meinem Arrangement im ungünstigsten Fall vielleicht auf 1000 Watt komme. Hier würde ich persönlich nicht das große Problem sehen, lasse mich aber gerne eines Besseren belehren.

      Ich denke auch, das große Problem stellt die mangelnde Übersicht bei in Reihe geschalteten Steckdosenleisten dar.

      Im Zweifelsfall mal im Betrieb das Kabel anfühlen. Wenn es warm wird, befindet man sich schon im Grenzbereich.

      Gruß
      André

  19. Michael sagt:

    Hallo,

    sehr interessanter Artikel. Danke dafür. Ich habe eine Brennenstuhl-6-fach Steckerleiste im Einsatz. Kann ich daran ein oder zwei Euro-Kabelverlängerungen anbringen, um Geräte mit niedrigeren Watt-Zahlen um 15 bis 25 Watt anzuschließen?
    Vielen Dank schon mal.

    1. Gabriela sagt:

      Hallo Michael,

      ja das kannst du. In die Steckdosenleisten dürfen Euro-Verlängerungskabel eingesteckt werden.

      Ich hoffe, dass wir dir weiterhelfen konnten.

      Viele Grüße,
      Gabriela

  20. Marius sagt:

    Hi,
    danke für den informativen Beitrag. Ich habe folgendes vor und wollte wissen, ob das so in Ordnung gehen würde:

    In meiner Garage gibt es leider nur exakt eine Steckdose. Da ich dort Netzwerk benötige, habe ich mir einen Powerline-Adapter gekauft, der wiederum eine Steckdose hat. Nun möchte ich an diesen Powerline-Adapter ein Verlängerungskabel stecken, das hier: https://www.brennenstuhl.com/de-DE/produkte/verlaengerungskabel/qualitaets-kunststoff-verlaengerungskabel-10m-weiss-h05vv-f-3g1-5

    Und am Ende des Verlängerungskabels dann wiederum eine Steckdosenleiste anbringen und an die Wand schrauben, genauer gesagt die hier: https://www.brennenstuhl.com/de-DE/produkte/steckdosenleisten/bremounta-steckdosenleiste-4-fach-weiss-1-5m-h05vv-f-3g1-5

    Ist das so machbar? Idealer wäre bestimmt eine Steckdosenleiste direkt mit 10m Kabel, aber das gibt es leider nicht zur Wandmontage. 🙁

    1. Gabriela sagt:

      Hallo Marius,

      das Hintereinanderstecken von Steckdosenleisten ist normativ nicht zulässig, da man ein unkontrolliertes Vermehren von Steckdosen vermeiden möchte, weil man schnell den Überblick über die angeschlossene Gesamtlast verliert.

      Ein PowerLine Adapter mit Steckdose ist zum Einstecken in eine ortsfeste Steckdose zugelassen. Eine Verlängerungsleitung dient zur verlängerten Bereitstellung einer Steck-/bzw. Kupplungsdose. Hier wiederum kann eine Steckdosenleiste eingesteckt werden. Beliebig oft verlängert werden kann natürlich nicht, da ansonsten die Leitungs-, Steckverbindungswiderstande von aktiven Leitern und Erdleitern zu groß werden würden. Dies ist bei 10m Verlängerungsleitung und 1,5m Zuleitung der Steckdosenleiste jedoch nicht der Fall. Wichtig ist, dass die maximal zulässige Gesamtleistung der einzelnen Komponenten (PowerLine Adapter; typ. Max ?, Verlängerungsleitung typ. Max 3500W, Steckdosenleiste; typ. Max 3500W) nicht überschritten wird.
      Wenn dies erfüllt ist, spricht nichts gegen die vorgeschlagene Lösung.

      Ich hoffe, dass wir dir weiterhelfen konnten.

      Viele Grüße
      Gabriela

  21. butterfly sagt:

    Hallo und toller Artikel! Wir haben zwei Steckdosen nebeneinander in einem
    Rahmen an der Rigipswand. Der Schreibtisch mit Computer und Drucker soll aber gegenüber stehen. Das ist zu weit weg. Wir würden Verlängerungskabel an Wandsteckdose stecken und das Kabel über den Türrahmen führen (In so einem Kabelschacht der Optik wegen versteckt) hin zum Schreibtisch. Dort das Verlängerungskabel in eine Ihrer Mehrfachsteckdosen (solid, mit Schalter und einem roten Knopf) stecken und in die mehrfach-Steckdose Computer, Drucker, Arbeitslampe, ggf. externe Festplatte, ggf. Boxen anschließen. Nähmaschine nur anschließen, wenn Gesamtlast von 3500 nicht überschritten ist. Jedenfalls: wäre das sicher so wie beschrieben?

    Und zweite Frage: an der Wand sind ja zwei Steckdosen in einem weißen Rahmen. Doppelsteckdosen also. In der einen Steckdose wie gesagt Verlängerungskabel. Die andere Steckdose wäre frei. Kann da was angeschlossen werden? Oder too much?

    1. Cindy sagt:

      Hallo,

      das „nicht hintereinander stecken“ gilt nicht für Verlängerungkabel. Also somit würden wir sagen, dass ihr keine Gefahr lauft, bei dem Vorhaben, den „Weg“ durch ein Verlängerungkabel zu verlängern – solange ihr die Gesamtlast der Steckdosenleiste nicht überschreitet.

      Was die zweite Frage betrifft: Das kommt ganz darauf an, ob die Wandsteckdosen im selben Stromkreis sind. Hier kann man max. 3680W insgesamt ziehen, sonst fliegt die Haussicherung raus. Teilweise gibt es aber auch mehrere Stromkreise in einem Raum (wie z.B. in einer Küche).
      Da wir aber bei diesem Thema auch nicht vom Fach sind, würden wir euch bitten hier einen Elektriker einzubeziehen, um fachmännischen Rat einzuholen.

      Wir hoffen dennoch, dass wir weiterhelfen konnten.

      Viele Grüße
      Cindy

  22. Carmen sagt:

    Hallo Brennenstuhl-Team.
    Sie schreiben ausführlich, wie man bei vielen Geräten bzgl. Hintereinander-Stecken von Stromleisten NICHT vorgehen darf. Aber was nun, wenn man eine grössere Menge von Geräten betreiben muss? Wir arbeiten im Bereich AV/IT in einer normalen Privat-Wohnung. Bis anhin haben wir uns auf den Sicherungskasten verlassen, der schon ab und zu mal „reagiert“ hat. Was empfehlen Sie an konkreten Anschaffungen bzgl. Stromverteilung? Wir nutzen momentan auch einige Stromleisten von Ihnen, z.B. Premium-Line mit zusätzlichem Sicherungsschalter. Vielen Dank im Voraus für Ihr Feedback. Beste Grüsse, Carmen

    1. Cindy sagt:

      Hallo Carmen,

      um der VDE 0620 zu genügen (nicht hintereinander stecken), sollte von einer Wandsteckdose weg immer nur eine Steckdosenleiste verwendet werden. Um trotzdem viele Steckdosen zu erhalten, führen wir daher auch Steckdosenleisten mit sehr vielen Steckplätzen im Programm, z.B. mit 16 Stück: KLICK
      Natürlich muss trotzdem weiterhin die Gesamtlast aller angeschlossenen Geräte beachtet werden.

      Nun darf man durchaus an einer weiteren Wandsteckdose im selben Raum dasselbe nochmal machen. Meist sind jedoch in Privatwohnungen alle Wandsteckdosen in einem Raum an der gleichen Sicherung im Sicherungskasten angeschlossen. Daher bleibt auch hier das Problem, dass alle angeschlossenen Geräte zusammen über einen Sicherungskreis laufen und daher nach wie vor die Gesamtlast beachtet werden muss.

      Ein sicherer Ausweg aus dem Problem, viele Geräte mit einer Gesamtlast über 3500W gefahrlos anschließen zu können, bieten getrennte Sicherungskreise, auf welche die Geräte dann aufgeteilt werden. Falls das – wie anzunehmen ist – in Ihrer Privatwohnung nicht der Fall ist, kann nur ein Elektriker vor Ort weiterhelfen. Er muss prüfen, ob und wie ein weiterer Sicherungskreis installiert werden kann. Das kann allerdings schon einiges an Aufwand mit sich bringen.

      Falls die Sicherung in Ihrem Sicherungskasten nur manchmal und nur beim Einschalten/Einstecken eines Gerätes auslöst, können hierfür auch Einschalt-Stromspitzen verantwortlich sein. Das kann ggf. durch austauschen der Sicherung im Sicherungskasten gelöst werden, muss aber auch auf jeden Fall von einem Elektriker vor Ort geprüft und umgesetzt werden.

      Ich hoffe wir konnten Ihnen weiterhelfen und sind bei weiteren Fragen natürlich erreichbar.

      Viele Grüße
      Cindy

  23. Dirki sagt:

    Hi. Wenn ich das richtig verstehe, würde grundsätzlich nichts dagegen sprechen, zwei Leisten hintereinander zu betreiben, wenn die Gesamtlast nicht überschreitet, weil aber zwei Leisten hintereinander dazu verleiten zu viele Geräte anzuschließen, muss ein Warnhinweis auf den Leisten sein?

    Viele Grüße
    Dirk

    1. Cindy sagt:

      Hallo Dirk,

      im Grunde hast du Recht mit deiner Annahme, dass nichts passieren würde, wenn du die Gesamtlast nicht überschreitest. Aber da man häufig nicht immer die Summe aller Leistungen errechnet kann die Gefahr hoch sein, dass die maximale Leistung überschritten wird und die Steckdosenleiste überlastet – da sich die Leistungsaufnahme eben nicht auf beide Steckdosenleisten verteilt, sondern sich bei einer sammelt.
      Aus diesem Grund muss laut VDE der Warnhinweis „nicht hintereinander stecken“ vermerkt sein.

      Frage gerne nach, wenn dich zu diesem Thema noch mehr interessiert.

      Grüße, Cindy

  24. Tex sagt:

    Spricht tatsächlich etwas dagegen, wenn ich ein Verlängerungskabel und eine Mehrfachsteckdose hintereinander stecke? Ich benötige eine Verlängerung für 5 Meter im Innenbereich für Hifi/TV. Leider bietet Brennstuhl kein Produkt in der Wertigkeit der Premium-Protect-Line mit dieser Kabellänge an.

    1. Antonia sagt:

      Hallo,

      habe ich es richtig verstanden und du möchtest das Verlängerungskabel als Verlängerung zwischen Steckdose und Steckdosenleiste einsetzen? Dann sehe ich kein Problem. Wie erwähnt musst du eben trotzdem darauf achten, die Gesamtleistung sowohl für Verlängerungskabel, als auch für Steckdosenleiste nicht zu überschreiten.

      Schöne Grüße

  25. Mahdi sagt:

    Das war sehr hilfreich und informativ.
    Vielen Dank

  26. Cindy sagt:

    Hallo,

    ja, da hast du Recht. Wir weisen mit unserem Artikel nur daraufhin, dass das hintereinander stecken von Steckdosenleisten durchaus sehr gefährlich sein kann und das es nicht empfohlen wird.
    Selbstverständlich ist das jedem selbst überlassen.

    Viele Grüße
    Cindy

  27. Technick sagt:

    Wenn ich viele Geräte habe, die alle wenig Strom fressen, zb. 20 usb-ladegeräte, könnte ich doch so viele leisten hintereinander schalten wie ich wollte, solange das Gesamtsystem nicht mehr als 3500 Watt zieht

    1. Leon sagt:

      ja kannst du!
      Aber die „Gefahr“ besteht weiterhin darin, dass man doch mal ein Gerät mit höherer Leistung anschließt und dann ein zu hoher Leistungsbedarf stattfindet. Das ist besonders der Fall, wenn man die weiteren Steckdosenleisten nicht sieht und somit nicht abschätzen kann wie viel Leistung bereits von dieser Steckdoesenleiste entnommen wird. Im gewerblichen Bereich ist daher das hintereinander schalten von Mehrfachsteckdosen grundsätzlich untersagt, weil mehrere Personen in der Regel mit den Steckdosenleisten hantieren.


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