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Niemals mehrere Steckdosenleisten hintereinander stecken

Darf man mehrere Steckdosenleisten hintereinander stecken?

Ein Fernseher, zwei Computer und unzählige Haushalts- und Küchengeräte – doch es ist keine Steckdose in der Nähe. In diesem Fall greifen viele zu einer Steckdosenleiste - oder kommen sogar auf die Idee und möchten mehrere Steckdosenleisten hintereinander stecken. Aber warum sollte man mehrere Steckdosenleisten nicht hintereinander stecken?

Eine Steckdosenleiste hat viele Vorteile. Zum einen bietet sie viele Anschlussmöglichkeiten für Geräte, ob mit zwei, sechs oder gar zehn Steckdosen. Zum anderen dient sie als eine Art Verlängerungskabel und kann daher flexibel eingesetzt werden.

Soweit so gut – aber was macht man wenn einem das Kabel zu kurz geraten ist? Oder wenn eine Steckdosenleiste doch zu wenige Steckdosen hat? Eine zweite Steckdosenleiste in die erste zu stecken, wäre doch eine gute Idee, oder nicht? Somit könnte man sich zusätzliche Steckplätze verschaffen.

Bevor Sie auf diese Idee kommen, sollten Sie wissen, dass man generell nicht mehrere Steckdosenleisten ineinander stecken soll. Dies muss sogar (laut VDE 0620) an der Steckdosenleiste mit einem Warnhinweis „nicht hintereinander stecken“ vermerkt sein.

Überprüfen Sie die maximale Leistung Ihrer Steckdosenleiste

Auf jeder Steckdosenleiste finden Sie eine Angabe der Leistung die in aller Regel bei ungefähr 3.500 Watt liegt. Diese Leistung darf nie im Hausstromnetz überschritten werden.

Einfache Berechnung: Wie viele Geräte darf ich an meine Steckdosenleiste anschließen? 

Auch auf deinen Geräten wirst du auf dem sogenannten „Typenschild“ die jeweilige Leistung finden. Beispielsweise verwendest du folgende Geräte zeitgleich mit Hilfe von einer Steckdosenleiste:

  • Wasserkocher 2.000 Watt
  • Kaffeemaschine 900 Watt
  • Mikrowelle 1.000 Watt

Die Summe aller Leistungen beträgt 3.900 Watt. Da die Steckdosenleiste aber nur eine maximale Leistung von ca. 3.500 Watt erbringen kann, ist die Steckerleiste bei 3.900 Watt überlastet.

Wenn eine zweite Steckdosenleiste dran gesteckt wird, verteilt sich die Leistungsaufnahme nicht auf die beiden Steckdosenleisten, sondern sammelt sich nur an einer Steckdosenleiste an. Somit addiert sich die Belastung schnell zu einem zu hohen Gesamtwert und die Leiste ist überlastet.

Warum ist eine Überlastung so gefährlich?

Viele denken, dass die Sicherung bei einer Überlastung rausfällt. Dies ist auch richtig, jedoch erst bei einer erheblichen Überschreitung des angegebenen Stromflusses. Das kann dazu führen, dass die Sicherung erst dann raus springt, wenn die Steckdosenleiste schon eine längere Zeit überlastet ist.
Bei der Überlastung einer Steckdosenleiste kann sich diese schon nach wenigen Minuten auf bis zu 200 Grad erhitzen.

Daraufhin kann sich ein sogenannter „Schwelbrand“ entfachen. Ein Schwelbrand unterscheidet sich von einem normalen Brand, dass keine sichtbaren Flammen bestehen. Ein Brand dieser Art ist deswegen so gefährlich, weil es nicht leicht zu erkennen ist. Staub oder andere leicht entzündlichen Materialien können dann dazu führen, dass ein Flammbrand entsteht und im schlimmsten Fall sich dieser weiter verbreitet und die komplette Umgebung Feuer fängt.